.::Saison 2010/2011::.

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2:3
2:3
1. Platz
1. Platz
2:1
5:3
3:0
4:1
3:2
0:4
1:1
1:0
3:2
7:2
3:1
1:0
2:3
8:1
1. Platz
2:2
2:1
5. Platz
5:0
2:4
0:3
3:1
2:0
4:1
5:2
1:0
2:2
6:3
1. Platz
2:1
6:2
0:1
1:0
8:7
2:1
1. Platz
3:2
3:1
4:1

Samstag, 25.06.2011 - 13.00 Uhr - Markgrafenstr.
FINALE BSC Spandau I - FC Hertha 03 I 4 : 1 (2:0)
BSC entthront Hertha 03 ...

Vorbericht
Es war angerichtet. Nach 2007 standen wir zum zweiten Mal in einem Pokalfinale und eigentlich war alles wie damals. Spieler, Trainer und Fans fieberten diesem Spiel seit Wochen entgegen und die Vorfreude war enorm. Selbst bei den Trikots überließen wir nichts dem Zufall und so wurden der Traditionssatz von 2007 wieder ausgepackt. Während die Fans seit Wochen unter dem Motto "Gemeinsam zum Pokalfinale" diverse Planungen trafen, hatte die Mannschaft mit dem Saisonendspurt noch deutlich zu knabbern. Besonders bitter waren die beiden kurzfristigen Verletzungen von Micha und Koke, die uns in der Folge fehlten und zu den Leidtragenden Kosti, Kochi, Benni, Kerze und Steppi gesellten. Diese 7 Spieler fehlten uns also, aber dafür waren die restlichen 15 einsatzbereit. Schön war auch, das bis auf Koke und Kerze der gesamte Kader anwesend war und man somit ein tolles Gemeinschaftsgefüge präsentieren konnte. Dazu gesellten sich ~95 Freunde und Anhänger des BSC am Seitenrand – Einzigartig in der Freizeitliga! Gegner war niemand anderes als der Titelverteidiger von Hertha 03 gegen die wir im Meisterschaftsfinale von 2010 noch eine herbe Pleite gut zu machen hatten. Hertha konnte in dieser Saison weder in der Liga noch im Pokal überzeugen, während unser Weg in das Pokalfinale durchaus steinig und schwer war. Wir begannen diese Pokalrunde in der Qualifikation gegen Friedenau, wo wir mit 10 Mann den Grundstein für den Erfolg legten. 3 schwere Auswärtsspiele unter der Woche gegen ambitionierte Gegner waren alles andere als Selbstläufer und dazu kam dann noch ein Pokalhalbfinale mir einer absoluten "Rumpfelf", welches wir erst n.E. für uns entscheiden konnten. Der Weg war nicht einfach, doch wir trotzten allen Widrigkeiten und so wollten wir nun natürlich auch den ganz großen Coup landen. Bei der Aufstellung hatte Peter es erstmals seit langer Zeit nicht einfach. Mirko, der noch nicht 100% wieder fit war, nahm neben Kanupoloschrank Henning und Wochenendarbeiter Beuster auf der Bank Platz. Aus taktischen Gründen musste dort auch Helma Platz nehmen, da Peter auf der Bank einen Stürmer haben wollte, um reagieren zu können. So begann Jockel im defensiven Mittelfeld für den verletzten Micha, Simon auf der rechten Außenbahn und Norman im Sturm. Beim obligatorischen Frühstück vor dem Spiel gab Peter die taktische Marschrute vor: Die Anfangsphase nicht verschlafen und in der Defensive die Räume eng machen.

1. Hz
Unsere Marschrute hatte jeder verstanden und gewarnt vom letztjährigen Debakel begannen wir einsatz- und lauffreudig auf einem enorm schlecht bespielbaren Kunstrasenplatz, der mehr Granulat besaß, als die Werderstr. an Sand zu bieten hat. Das Problem beim Granulat war jedoch, dass flache Pässe auf dem unebenen Geläuf schnell mal versprangen. Nach einer relativ langen Phase des Abtastens hatten wir die erste Chance des Spieles. Junior konnte einen schönen Pass von Lilge erlaufen und verfehlte das Tor nur um cm. Es dauerte jedoch nicht lange und unser Goalgetter durfte das erste Mal jubeln. Einen krassen Fehlpass im Aufbauspiel konnte Albert abfangen und gleichzeitig Junior auf die Reise schicken. Ein trockener Torschuss, der kurz vorm Tw nochmal auf den Boden auftippte, rutschte dem gegnerischen Keeper letztendlich durch die Hände und so trudelte der Ball zur Freude aller Biber-Anhänger ins leere Tor. Perfekt! Die Hertha war im Anschluss sichtlich bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen, doch außer Ballbesitz in der eigenen Hälfte sprang nicht viel bei rum, da unser Mittelfeld um Lilge, Albert und Jockel im Zentrum die Räume dicht machten, so dass der Gegner immer wieder mit langen Bällen operieren musste. Diese langen Bälle waren für unser Abwehrduo gefundenes Fressen und so gewannen Andi und Butze gefühlt alle Zweikämpfe in der Defensive. Aus dem Spiel war demnach nichts zu holen und so ergaben sich für die Hertha lediglich Chancen nach Standards. Dort waren sie jedoch gewohnt gefährlich und als einmal unsere Zuordnung nicht stimmte, hätte es fast bei uns geklingelt, doch ein wuchtiger Kopfball verfehlte unser Tor knapp. Auf der Gegenseite bekam die Hertha besonders Junior nicht in den Griff, der vom gegnerischen 13er zumeist nur durch Fouls zu stoppen war. So gehörte die nächste Großchance auch wieder ihm, als er aus der Drehung den Ball gegen die Unterkante der Latte hämmerte… Ein Wembley-Treffer, der allerdings vom SR-Gespann keine Anerkennung fand, jedoch bei dem Austrittswinkel eigentlich hinter der Linie gewesen sein muss. Wir hielten uns daran aber nicht auf und spielten konzentriert weiter. Leider gelang uns das in der Schlussphase der ersten Hz nicht mehr so gut wie zu Beginn und so bekam die Hertha immer mehr Oberwasser. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft, doch im idealen Moment schlugen wir eiskalt zurück. Kurz vor der Hz holte Lilge einen Freistoß am Strafraumeck heraus, welchen er kurzer Hand selbst in perfekter Manier unter die Latte einzirkelte. Diese 2:0 Führung nahmen wir letztendlich auch mit in die Hz-Pause.

2. Hz
In der Hz wurde sachlich analysiert und unverändert ging es auf den Platz zurück. Die zweite Hz begann verhalten, aber schnell sah man wieder das alte Strickmuster von Hz 1. Die Räume waren zugestellt und die langen Bälle wurden von unserer Abwehr absolut souverän geklärt, so dass erneut nur durch Standards Gefahr entstand. Etwas Glück unsererseits kam dann auch noch dazu, als Hertha durch einen Billardtor der vermeintliche Anschlusstreffer gelang, welcher jedoch wegen vorheriger Abseitsstellung aberkannt wurde. Also auch hier stand unsere Abwehr gut, wobei das Tor ohne Linienrichter sicherlich gezählt hätte. Nach rund 60 Min. wechselten wir das 1. Mal. Für den heute glücklosen Norman, kam Helma in die Partie und mit ihm neuer Schwung in die Offensive. Zuerst durfte Junior sich jedoch erneut probieren, zögerte aber im Abschluss zu lange. Es folgte unser zweiter Wechsel, da Jockel leicht angeschlagen vom Platz musste und durch Henning ersetzt wurde. Letzterer setzte sich gleich prima in Szene, denn kurz darauf fiel der wohl spielentscheidende Treffer zum 3:0. Ein Freistoß von Lilge aus dem Halbfeld konnte Henning auf das Tor köpfen. Der gegnerische Keeper wehrte diesen Ball zwar ab, jedoch genau in den Lauf des eigenen Mannes, der den Ball daraufhin ins eigene Tor bugsierte. Die Freude auf und neben dem Platz war riesig. "Jetzt haben wirs!!!" konnte man vom Seitenrand deutlich vernehmen. Gute 20 Min. waren aber noch zu spielen und so hielten wir die Konzentration natürlich hoch und wurden kurze Zeit später erneut belohnt. Ein Zuckerpass von Lilge auf Helma gab Letzterem freie Schussbahn, doch sein Abschluss war zu ungenau. Idealer Weise landete der Ball vom Torwart genau auf dem Fuß von Junior, der keine Mühe hatte das 4:0 zu markieren. Der Drops war gelutscht und etwas Frust machte sich beim Gegner breit. Nach einem zugegebener Maßen hartem einsteigen von Butze an der Mittellinie, ließen sich zwei Herthaner in der folgenden Rudelbildung zu Tätlichkeiten hinreißen. Zuerst wurde Butze umgeschubst und dann mit einem Würgegriff an den Hals gefasst. SR Plutowski behielt die Übersicht gab jeweils Gelb für Butze und den Schubser des Herthaners, sowie Rot für den Würgegriff. Das Spiel war mit dieser Ausnahme aber trotzdem fair und immer im vertretbaren Rahmen. Die restlichen Minuten plätscherten dann mehr oder weniger vor sich hin. Unser Fanblock feierte ununterbrochen den quasi perfekten Pokalsieg und wir brachten mit Beuster nochmal einen frischen Mann für unser Schlitzohr Lilge. Kurz vor dem Ende gelang der Hertha dann doch noch der Ehrentreffer, nachdem ein Abstoss von Kischko etwas missglückte und sowohl Mittelfeld als auch Abwehr auf den falschen Fuß erwischt wurde. Ein trockener Schuss ins lange Eck besiegelte den Endstand von 4:1 vor den Biber Sport Club Spandau.

Fazit
Berliner Pokalsieger 2011! Es ist vollbracht! In einem intensiven und trotz des deutlichen Ergebnisses ausgeglichenen Spiel hat die stärkere Defensive das Spiel entschieden. Butze und Andi waren heute in Topform und ließen den gegnerischen Stürmern kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Ein sicherer Tw und starker Libero dahinter, ein cleveres Mittelfeld davor, zwei solide Außenpositionen und ein "Unstoppable-Junior" waren heute einfach etwas besser als der Titelverteidiger und so war die allgemeine Meinung auch einstimmig: Ein verdienter Triumpf für den BSC! Nach den Feierlichkeiten am Platz ging es gemeinsam ins Tönnchen, wo man sich bei Speis und Trank für den Abend wappnen konnte. Im Spandauer Ratskeller wurde dann der Pokalsieg ausgiebig gefeiert und somit der Tag würdig abgerundet. Vielen Dank an alle beteiligten Personen, die diesen Tag zu einen unvergesslichen gemacht haben. Einzigartige Stimmung, einzigartige Leidenschaft... kurz und knapp ein einzigartiger Tag!
» Bericht von N. Albert

Bericht aus der Fußball-Woche...
Pokalfinale vs. FC Hertha 03 I


.::Aufstellung::.

Norman Junior (2)

Endel Lilge (1) Simon
Jockel Albert

Butze Andi
Arti
Kischko
Helma, Henning, Beuster
(Mirko)
SR: Plutowski (Tietz/Janicke)

95 Zuschauer

.::Torfolge::.

15' 1:0 Junior (Albert)
44' 2:0 Lilge (Lilge)
67' 3:0 Eigentor (Henning)
75' 4:0 Junior (Helma)
88' 4:1 Gegner

.::Wechsel::.

60' Helma für Norman
65' Henning für Jockel
80' Beuster für Lilge

.::Beste Spieler::.

Butze, Andi, Junior