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| Sonntag, 24.02.2008 (Tempelhofer Weg) |
15. Punktspiel |
SG Cherusker 90 |
- |
BSC Spandau |
1 : 2 (0:2) |
Benni sichert den ersten Sieg der Rückrunde...
Das dritte Spiel der Rückrunde bescherte uns ein Auswärtsspiel bei Cherusker, die zuletzt nur knapp gegen Knallrot verloren. Wir waren also vorgewahnt, was Peter in seiner Kabinenansprache noch einmal sicherstellte. Schon beim Warmmachen konnte man beim Gegner einige neue Gesichter erkennen, was uns jedoch nicht aus der Ruhe bringen sollte. Spätestens als man anhand des Spielbogens erkennen konnte, dass Cherusker mit 16 Mann vertreten war, wusste auch der letzte, dass dieses Spiel nicht so deutlich wie das Hinspiel werden würde. Personell hatten wir bis auf Matze und Kerze alle an Board, was sich jedoch nach dem Warmmachen ändern sollte. Henning stellte fest, dass die Schmerzen im Zeh doch etwas stärker waren als erwartet und bat Peter darum, vorerst auf der Bank Platz nehmen zu können. Für Ihn rückte Nico neben Andersch auf die Manndeckerposition und schon fehlten drei Stammspieler. Außerdem überraschten wir mit einer kleinen Umstellung: Peter stellte Arti im offensiven Mittelfeld auf und Mirko als Libero.
Die ersten Minuten des Spiels basierten auf einem vorsichtigen Abtasten beider Seiten. Von unserer Seite wohl, weil man ja noch nicht wusste was die neuen Gesichter des Gegners fußballerisch mitbringen würden und von Seiten Cheruskers wahrscheinlich, weil der Tabellenführer und 8:1 Gewinner des Hinspiels zu Gast war. Cherusker stand weit hinten drin, während wir probierten das Spiel zu machen, was uns auch relativ schnell gelang. Großchancen ergaben sich aber auf beiden Seiten nicht. Nach ca. 15 Minuten hatten wir unsere erste Chance, die auch sofort genutzt wurde, was für unsere Verhältnisse wirklich überraschend war. Der Ball wurde schön durch das Mittelfeld gespielt, ehe der selbige halbhoch auf Benson geschlagen wurde. Dieser nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend an, drehte sich um seinen Gegenspieler und schoss die Kugel unhaltbar ins lange Eck. Nach einem kurzen Jubel wurde es sofort wieder ruhiger auf dem Platz, ehe man sich gegenseitig anfeuerte. Auch gegen Twins und Berlin Center führte man bekanntlich mit 1:0, die Endergebnisse dieser Spiele sind bekannt! Auch in den nächsten Minuten machten wir weiterhin das Spiel und spielten teilweise guten Fußball ohne jedoch weitere Chancen herauszuspielen. In der 35. Minute waren wir gerade in der Vorwärtsbewegung, als der Ball von Cherusker abgefangen und der Konter gestartet wurde. Am Mittelkreis war es dann Nico, der diesen zu unterbinden wusste, dabei jedoch unglücklich mit seinem Gegenspieler zusammenrasselte. Beide Spieler blieben erstmal liegen, das Spiel lief jedoch weiter und damit der Gegenkonter unsererseits. Vinni leitete den Ball steil auf Benson weiter, welcher aus halbrechter Position aufs Tor zu lief. Kurz vor dem Torwart und damit im perfekten Augenblick schob Benson die Kugel auf den mitgelaufenen Arti rüber, der den Ball unter die Latte knallte. Über den liegen gebliebenen Spieler von Cherusker am Mittelkreis durfte also diskutiert werden, aber auch der schlechte Schiedsrichter hatte dort einen fairen Zweikampf gesehen. In den letzten 10 Minuten schalteten wir einen Gang zurück, was Cherusker allerdings nicht zu nutzen wusste. Selbst wenn der Ball vom Gegner gut gespielt wurde, war spätestens bei unserer Abwehr Schluss. Als auch der Gegner das bemerkte, versuchte dieser es immer wieder aus der Ferne. Einer dieser Weitschüsse landete völlig überraschend am Lattenkreuz und von dort vor den Füßen eines Cherusker-Stürmers, der den Ball nur noch einschieben musste. Bevor er dies jedoch machen konnte, ertönte der berechtigte Abseitspfiff. Kurz vor der Halbzeit hatte der Gegner noch eine Freistosssituation aus aussichtreicher Situation kurz vor unserem Strafraum. Dieser war jedoch so ungefährlich, dass die einzige erwähnenswerte Aktion dieses Freistosses eine gelbe Karte für Simon war, da dieser zu früh aus der Mauer rannte. Damit war die erste Hälfte beendet und die Seiten durften getauscht werden. In der Kabine lobte Peter unser Spiel, betonte aber auch, dass es ganz wichtig sei, noch ein Tor nachzulegen um die Partie zu entscheiden.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte. Cherusker machte mehr und wir machten nur noch das Nötigste. Gleich zu Anfang der zweiten 45 Minuten bekam Arti gelb, da dieser noch mal genauer beim Schiedsrichter nachfragen musste, warum denn sein Gegenspieler einen Einwurf bekam und nicht er. Nebenbei sei erwähnt, dass Arti wirklich nur ein Mal fragte, das in keinem frechen oder lautem Ton und außerdem noch Recht hatte, was eigentlich jeder auf dem Platz gesehen hatte, außer natürlich dem Unparteiischen. Neben dieser völlig aus der Luft gegriffenen gelben Karte pfiff der Mann in Schwarz in den nächsten Minuten einige weitere sehr eigenartige Aktionen. Chancen hatte in dieser Zeit keine der beiden Mannschaften. Nach etwa 60 Minuten hatte Arti die Entscheidung auf dem Fuß, als er einen Querpass der Cherusker-Abwehr abfangen konnte und alleine auf das gegnerische Tor zu lief. Er schoss am Torhüter, aber auch am Tor vorbei und die Chance war vertan. Das glich schon mehr unserer Chancenauswertung aus den letzten Spielen. Kurze Zeit später hatte er eine ähnliche Chance noch mal, nahm aber das Tempo raus und wollte noch einen mitgelaufenen Abwehrspieler umkurven. Dieser rempelte Arti jedoch an, dieser kam ins Straucheln und machte einen Bauchklatscher im gegnerischen Strafraum. Einen Elfmeter, den man geben kann, aber auch nicht muss. Dass wir diesen NICHT bekommen haben, war zu erwarten. Nun wurde der Druck von Cherusker etwas erhöht und wir ließen uns immer weiter hinten rein drängen und konnten nur noch selten für Entlastung sorgen. In genau dieser Phase machte Cherusker den Anschlusstreffer, welcher auch verdient war, da wir inzwischen gar nichts mehr für das Spiel machten. Der Gegner wollte nun natürlich nachlegen und sich einen späten Punkt gegen den Tabellenführer erspielen. Einige Ecken und Freistöße waren aber alles andere als zwingend und brachten keine Gefahr. In der 80. Minute konnten wir endlich mal wieder einen Gegenangriff starten, welcher jedoch in Höhe der Mittellinie unterbunden wurde. Der Ball rollte ins Aus, Arti holte den Ball und gab diesen an einen Mitspieler weiter und rannte in die Offensive, ehe der Schiedsrichter ihn zurückpfiff und ihm die gelb-rote Karte wegen Zeitspiels zeigt. Absolut lächerlich, was selbst der Gegner erkannte. Die letzten zehn Minuten mussten wir also zu zehnt beenden, was Cherusker natürlich erneut Aufwind gab und uns gar nicht in die Karten spielte. Befreiungsangriffe gab es gar nicht mehr und die Chancen für Cherusker wurden zahlreicher und besser. Cherusker wechselte noch mal und brachte einen vierten Stürmer, während wir mit Mann und Maus verteidigten. Cherusker hatte in dieser Zeit drei 100%ige, wovon nicht eine genutzt wurde. Immer wieder war es Benni, der Chance für Chance vereitelte und dabei Kopf und Kragen riskierte. Lediglich ein Mal war Benni bereits geschlagen, doch in dieser Szene konnte Nico auf der Linie retten. Der Schiedsrichter lies etwa 6 Minuten nachspielen, woher er diese nahm, bleibt bis heute ein ungelöstes Rätsel. In der 96. Minute tauchte erneut ein Cherusker - Spieler ganz alleine vor Benni auf und schob die Kugel flach ins Eck. Doch auch diese Situation konnte Benni entschärfen, ehe der Schiedsrichter endlich abpfiff und sich das ganze Team bei Benni bedanken konnte.
Fazit: Wir hätten uns über einen Punkt nicht beschweren dürfen, da wir in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig gemacht haben und es nicht fertig gebracht haben den Sack zu zumachen. Allerdings muss man nach so viel Pech auch mal ein bisschen Glück haben, das haben wir uns verdient. Cherusker wünschen wir für den Abstiegskampf viel Glück, man darf sich allerdings sicher sein, dass dieser wohl mit einer Mannschaftsleistung wie heute erfolgreich bekämpft werden kann.
» Bericht von N. Bunzel |
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.::Aufstellung::.
.::Wechsel::.
70' Steppi für Benson
75' Hanjo für Andersch |
.::Spieler des Tages::.
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